Die Christlich-Islamische Gesellschaft Karlsruhe e. V. (CIGK) ist ein vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannter eingetragener Verein mit derzeit ca. 50 Mitgliedern.
Die Christlich-Islamische Gesellschaft Karlsruhe will die Begegnung zwischen Christen und Muslimen fördern. Das Verbindende soll entdeckt und gestärkt, das Unterscheidende so ins Gespräch eingebracht werden, dass es den Dialog nicht hindert. Wir wollen nicht übereinander, sondern miteinander reden.
Durch unseren gemeinsamen Glauben an den Einen Gott sind wir ihm gegenüber und einander verpflichtet. Durch unsere gemeinsame Wurzel in Abraham sind wir miteinander verbunden. Es geht der CIGK weder darum zu missionieren, noch die Religionen zu vermischen. Vielmehr soll das gemeinsame Gespräch Verstehen, Vertrauen und damit Frieden fördern.
Hierzu die folgenden Zitate aus unseren heiligen Schriften:
O ihr Menschen, Wir haben euch ja von einem männlichen und einem weiblichen Wesen erschaffen und Wir haben euch zu Völkern und Stämmen gemacht, damit ihr einander kennenlernt. (Koran, Sure 49:13)
Seid immer bereit, Rede und Antwort zu stehen, wenn jemand fragt, warum ihr so von Hoffnung erfüllt seid. Antwortet taktvoll und bescheiden und mit dem gebotenen Respekt - in dem Bewusstsein, dass ihr ein reines Gewissen habt. (Neues Testament, 1. Petrusbrief 3, 15+16)
Die CIGK wurde auf Initiative von Vertretern verschiedener muslimischer Gemeinden sowie des katholischen und des evangelischen Dekanats mit Unterstützung der Stadtverwaltung im September 1995 gegründet.
Unter den Gründungsmitgliedern waren Karlsruherinnen und Karlsruher, die in der Flüchtlingsarbeit aktiv waren. Damals waren es besonders Flüchtlinge aus Bosnien und Herzegowina, die nach Karlsruhe kamen. Von muslimischer Seite waren Menschen aus verschiedenen Gemeinden beteiligt, die zum Teil an der Universität Karlsruhe tätig waren. Von Anfang an erhielt die CIG Karlsruhe durch das katholische und das evangelische Dekanat aktive Unterstützung; so wurden beide Dekane Mitglieder der CIGK, und die Geschäftsstelle der Gesellschaft war lange Zeit an das katholische Dekanat angegliedert. Ebenso wurde die CIGK durch die Karlsruher Stadtverwaltung begrüßt, gefördert und unterstützt.
Trotz dieser institutionellen Verankerung versteht sich die Christlich-Islamische Gesellschaft Karlsruhe als ein Zusammenschluss interessierter Einzelpersonen, nicht als Versammlung von Gemeindevertretern. Daher waren und sind die Kontakte zu den einzelnen muslimischen und christlichen Gemeinden von sehr unterschiedlicher Intensität.
Die Geschehnisse des 11. September 2001 stellten auch die Christlich-Islamische Gesellschaft Karlsruhe vor eine große Bewährungsprobe und machte gleichzeitig die Wichtigkeit ihrer Aufgabe bewusst.
Im Laufe der Jahre bildete sich ein Jahresprogramm heraus, das durch Veranstaltungen zu aktuellen Themen ergänzt wird:
